Rehkitzrettung

Rehkitzrettung mittels Drohne und Wärmebildkamera

Jedes Jahr werden in der Frühlingszeit Tausende Rehkitze und viele weitere Tiere durch das Mähwerk eines Traktors verletzt oder getötet. Der Grund: Die Tiere liegen oft versteckt unter großem Gestrüpp und pressen sich vor Angst auf den Boden. Der Landwirt mit dem großen Mähwerk erkennt die ängstlichen Rehkitze nicht und überrollt sie. Ein schlimmes Unterfangen, welches längst keine Seltenheit mehr ist. Doch zur sicheren Rehkitzrettung gibt es auch gute Lösungen.

 

Warum eine Rehkitzrettung mit Drohnen durchführen?

Der Grund, warum sich vor allem junge Rehkitze vorwiegend auf den Boden pressen und sich dort verstecken, liegt am sogenannten Drückinstinkt. Dies ist eine Strategie, um sich vor den Fressfeinden wie dem Fuchs zu schützen. Da Rehkitze in den ersten Wochen keinen Eigengeruch haben, kann der Fuchs diese so schlechter aufspüren. Dieser Instinkt verfällt jedoch nach den ersten drei Lebenswochen wieder, der Drang zum auf den Boden drücken bleibt jedoch. Leider sind Mähwerke meistens nicht mit einem Erkennungssystem ausgestattet, sodass sie die Tiere in hohem Gras nicht erkennen können. Die Landwirte mähen zudem mit einer relativ hohen Geschwindigkeit, sodass Rehkitze und andere Tiere oftmals nicht so schnell flüchten können und den scharfen Messern des Mähwerks schutzlos ausgeliefert sind. Jährlich kommen laut Schätzungen rund 100.000 Rehkitze in Deutschland durch Mähmaschinen qualvoll ums Leben. Hinzu kommen weitere Tiere wie Igel oder Katzen.

Dadurch entsteht nicht nur ein Schaden für die Population, auch ein finanzieller Schaden für die Landwirte entsteht. Der Grund: Tierkadaver verseuchen das Viehfutter. Auch kostet das Entfernen der toten Tiere Zeit und einen erheblichen Mehraufwand. Auch können die betroffenen Stellen nicht geerntet werden. Zudem ist das Entfernen der toten Tiere auch für erfahrene Landwirte eine äußerst unangenehme Angelegenheit. Das versehentliche Töten der Rehkitze und anderen Tieren ist also in vielerlei Hinsicht ein Problem. Immer mehr Landwirte suchen daher nach geeigneten Mitteln für die Rehkitzrettung, um dem Grauen ein Ende zu bereiten.

Was sind die Vorteile bei der Rehkitzssuche mit Drohne und Wärmebildkamera?

Es gibt durch eine immer beliebter werdende technische Entwicklung eine Möglichkeit, Rehkitze und andere Tiere vor den gefährlichen Mähwerken zu retten. Die Rede ist von der Drohne! Dank der neuartigen Drohnentechnologie lässt sich das schlimme Szenario vermeiden und die Rehkitzrettung problemlos ermöglichen. Die Drohne fliegt über die Felder und ist mit einer Kamera und Wärmebildkamera ausgestattet. Wärmebildkameras sind besonders wichtig, da sie auch Rehkitze erkennen, wenn man sie oberflächlich nicht sieht. Wärmebildkameras können vor allem in kühlen Morgenstunden die warmen Körper der Rehkitze erkennen und die Rehkitzrettung durchführen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie sich in hohem oder tiefen Gras befinden, die Wärmebildkamera kann sie aufspüren und identifizieren. Vor allem große und weite Flächen können zur Rehkitzrettung mittels Drohne schnell und effektiv gescannt werden.

Wie läuft die Rehkitzrettung mittels Drohne ab?

Bei der Rehkitzrettung übernehmen das Abfliegen der Felder entweder die Landwirte und Jäger selber oder sie beauftragen Angehörige oder Mitarbeiter. Zudem gibt es freiwillige Helfer und Auftragspiloten mit langer Erfahrung. Der Ablauf einer Rehkitzsuche ist immer gleich. Zunächst erfolgt die Flugplanung der Wiesenflächen die abgeflogen werden, danach beginnt die Einweisung zur Rehkitzsicherung. Eine Verbindung zu einem jeweiligen Monitor wird bereitgestellt und es erfolgt ein ausgiebiges Abfliegen der Wiesenflächen per Drohne und Wärmebildkamera. Wird ein Rehkitz aufgespürt, gibt der Drohnenpilot über Funk Anweisungen zum Fundort des Rehkitzes an seine Helfer. Danach werden die Rehkitze gesichert und mit Gras umhüllt in geruchslose Transportboxen gesetzt. Die Helfer setzen die Rehkitze in Waldnähe wieder aus. Ist alles gesichert, kann der Landwirt mit dem Mähwerk die abgesuchte Wiesenfläche mähen.

Leider kommt die Drohne zur Rehkitzrettung an vielen Stellen in der Landwirtschaft nicht zum Einsatz. Der Grund ist die vermeintliche Unwirtschaftlichkeit. Die Einsatzzeiten für die Rehkitzrettung begrenzen sich meistens auf eine kurze Dauer zwischen April und Juni. Der Einsatz der Drohne allein zur Rehkitzrettung ist für viele laut deren Auffassung nicht wirtschaftlich, da sie einen gewissen Anschaffungswert haben und ein Drohnenführerschein gemacht werden muss. Zudem wird für die Drohne noch eine Drohnen-Haftpflichtversicherung benötigt. Wer einen Drohnenpilot zur Rehkitzrettung beauftragt, muss pro Rettungseinsatz jedoch mit nur 100 EUR oder etwas mehr rechnen. Aus diesem Grund wird die Rehkitzrettung per Drohne meistens ehrenamtlich oder privat durchgeführt.

Welche Drohnenversicherung für die Rehkitzrettung?

Allerdings wird für die Rehkitzrettung keine private Drohnenversicherung benötigt, da sie nicht in den privaten Bereich der Nutzung einer Drohne fällt. Die private Drohne wird nach dem LuftVG nur für Flüge zu Sportzwecken und für das Freizeitvergnügen verwendet. Aufgrund dessen muss eine Drohne für die Rehkitzrettung mit einer gewerblichen Drohnen-Haftpflichtversicherung abgesichert werden! Der wirtschaftliche, emotionale und umweltbasierte Schaden von getöteten Tieren überwiegt jedoch den Kostenfaktor einer Rehkitzrettung.

Lohnt es sich eine Drohne mit Wärmebildkamera für die Rehkitzrettung anzuschaffen?

Dies haben auch viele Landwirte sowie Jäger erkannt und setzen vermehrt auf die Drohne mit Wärmebildkamera zur Rehkitzrettung. Eine Industriedrohne mit Wärmebildkamera kostet im günstigsten Fall zwischen 2.500 EUR - 6.000 EUR. Wer sich keine Drohne leisten kann, der beauftragt einen Drohnendienstleister, der mit seiner professionellen Drohne den Job übernimmt! Auf längere Sicht ist die Anschaffung einer eigenen Drohne jedoch wirtschaftlicher. Wenn man bedenkt, wie oft in der Mähsaison gemäht werden muss, hat sich für viele die Investition bereits nach einem Frühjahr wieder bezahlt gemacht. Wie auch immer es angegangen wird, eines steht fest, die Rehkitzrettung per Drohne ist eine Win-Win-Situation für Mensch und Tier!

Welche Drohne ist für die Rehkitzrettung die beste?

Aktuell ist vom Preis-Leistungs-Verhältnis her die Mavic 2 Enterprise Advanced zu empfehlen. Mit einer hochauflösenden Wärmebildkamera (640 × 512 px Wärmebildauflösung) und einer 48 MP RGB-Kamera unterstützt die Mavic 2 Enterprise Advanced bis zu 32-fach Digitalzoom und ist damit zur Rehkitzrettung bestens geeignet.

Mehr über die DJI Mavic 2 Enterprise Advanced hier:

DJI Mavic 2 Enterprise Advanced
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