DJI Matrice 4 Serie im Überblick: Unterschiede zwischen 4E, 4T, 4D und 4TD richtig einordnen
- Redaktion

- 5. Feb. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 3 Tagen
Die DJI Matrice 4 Serie umfasst mehrere Modelle, die für unterschiedliche professionelle Aufgaben ausgelegt sind. Offiziell gehören zur Matrice 4 Serie die DJI Matrice 4E und die DJI Matrice 4T. Ergänzend gibt es mit der DJI Matrice 4D und der DJI Matrice 4TD zwei Varianten, die eng mit dem DJI Dock 3 verbunden sind. Laut DJI lassen sich die D Modelle aber auch eigenständig mit der DJI RC Plus 2 Enterprise nutzen.
Gerade deshalb ist es wichtig, die Modelle sauber voneinander zu trennen. Die 4E und 4D sind vor allem für Vermessung, Mapping und Geodatenanwendungen relevant. Die 4T und 4TD sind dagegen auf Thermografie, Inspektion, Sicherheit und einsatzbezogene Aufgaben ausgerichtet.
Was zur DJI Matrice 4 Serie gehört
DJI beschreibt die Matrice 4 Serie als kompakte Multi Sensor Enterprise Drohnenserie. Die beiden Hauptmodelle sind die DJI Matrice 4E und die DJI Matrice 4T. Die Matrice 4E ist laut DJI für geospatiale Anwendungen wie Vermessung, Kartierung, Bau und Bergbau konzipiert. Die Matrice 4T ist stärker auf Bereiche wie Energie, Notfallmanagement, öffentliche Sicherheit und Forstwirtschaft ausgelegt.
Davon zu unterscheiden sind die DJI Matrice 4D und die DJI Matrice 4TD. Diese beiden Modelle sind für den Einsatz mit dem DJI Dock 3 vorgesehen. DJI gibt an, dass sie dieselben Kameragrundlagen wie die Matrice 4 Serie nutzen, gleichzeitig aber eine verbesserte Flugleistung und einen höheren Schutz für den Dock Betrieb bieten.
DJI Matrice 4E: für Vermessung, Mapping und Geodaten
Die DJI Matrice 4E ist innerhalb der Serie das Modell für Vermessung und Mapping. Sie verfügt laut DJI über eine 4/3 Zoll CMOS Weitwinkelkamera mit 20 Megapixeln, eine mittlere Telekamera mit 48 Megapixeln, eine Telekamera mit 48 Megapixeln und einen Laser Entfernungsmesser. Die Weitwinkelkamera arbeitet mit einer variablen Blende von f/2.8 bis f/11.
Für Photogrammetrie und Kartierung ist besonders wichtig, dass die Matrice 4E an der Weitwinkelkamera einen mechanischen Verschluss bietet. Dazu kommt ein minimales Fotointervall von 0,5 Sekunden. Diese Kombination ist für Orthofotos, 3D Modelle, Schrägbilderfassung und andere Vermessungsaufgaben relevant.
Wer mit der DJI Matrice 4 Serie Flächen erfassen, Modelle erstellen oder Baufortschritte dokumentieren will, findet in der Matrice 4E das dafür vorgesehene Modell.
DJI Matrice 4T: für Thermografie, Inspektion und Einsätze
Die DJI Matrice 4T ist das Modell für technische Inspektionen und Wärmebildanwendungen. Laut DJI besitzt sie eine 48 Megapixel Weitwinkelkamera, eine 48 Megapixel mittlere Telekamera, eine 48 Megapixel Telekamera, eine Wärmebildkamera und einen Laser Entfernungsmesser. Die Wärmebildkamera arbeitet mit 640 × 512 Pixeln bei 30 Hz.
Damit ist die 4T vor allem für thermische Inspektionen, Sicherheitsanwendungen, BOS Einsätze, Energieanlagen, Lageerkundung und Einsätze bei schwierigen Lichtverhältnissen ausgelegt. DJI ordnet das Modell entsprechend Bereichen wie Energie, Notfallmanagement und öffentlicher Sicherheit zu.
Für klassische Vermessung ist die 4T nicht das dafür ausgelegte Hauptmodell. Ihr Schwerpunkt liegt auf Thermografie, Inspektion und operativen Einsatzszenarien.
DJI Matrice 4D: die Dock Variante für Mapping und automatisierte Abläufe
Die DJI Matrice 4D ist die D Variante mit Ausrichtung auf Vermessung und Mapping im Dock Umfeld. Laut DJI Dock 3 verfügt sie über eine 4/3 Zoll 20 Megapixel Weitwinkelkamera, eine 48 Megapixel mittlere Telekamera, eine 48 Megapixel Telekamera und einen Laser Entfernungsmesser. Damit ist die technische Nähe zur Matrice 4E deutlich erkennbar.
Für Mapping Anwendungen relevant ist außerdem, dass die Matrice 4D ebenfalls einen mechanischen Verschluss an der Weitwinkelkamera bietet und mit einem minimalen Fotointervall von 0,5 Sekunden arbeitet. DJI beschreibt die 4D außerdem als Modell mit verbesserter Flugleistung und Schutz für den Dock Einsatz. Genannt werden unter anderem bis zu 54 Minuten Flugzeit, bis zu 47 Minuten Schwebezeit und IP55.
Die Matrice 4D ist damit vor allem dann interessant, wenn Vermessung oder Datenerfassung automatisiert, wiederkehrend oder remote durchgeführt werden sollen.
DJI Matrice 4TD: die Dock Variante für Thermografie und Inspektion
Die DJI Matrice 4TD ist das Thermal Modell innerhalb der D Reihe. Laut DJI ist sie mit einer 48 Megapixel Weitwinkelkamera, einer 48 Megapixel mittleren Telekamera, einer 48 Megapixel Telekamera, einer Wärmebildkamera, einem NIR Hilfslicht und einem Laser Entfernungsmesser ausgestattet. DJI hebt bei diesem Modell besonders die Wärmebild und Low Light Fähigkeiten hervor.
Die Matrice 4TD arbeitet im Unterschied zur 4D nicht mit einem 0,5 Sekunden Intervall für Mapping, sondern ist in erster Linie für thermische Überwachung, automatisierte Inspektionsflüge, Sicherheitsaufgaben und andere ferngesteuerte Einsätze ausgelegt, bei denen DJI Dock 3 eine zentrale Rolle spielt. Auch für dieses Modell nennt DJI IP55 sowie die erweiterte Flugzeit der D Reihe.
Wie die D Modelle einzuordnen sind
Die DJI Matrice 4D und 4TD wurden klar für das DJI Dock 3 Umfeld entwickelt. Das zeigt sich an der robusteren Auslegung, den längeren Flugzeiten und an der gesamten Ausrichtung auf automatisierte Remote Einsätze. Gleichzeitig sind die D Modelle laut DJI nicht ausschließlich auf das Dock beschränkt, sondern können auch eigenständig mit der DJI RC Plus 2 Enterprise betrieben werden.
In der Praxis bedeutet das: Die D Modelle sind vor allem dann relevant, wenn wiederkehrende Einsätze, feste Standorte, automatisierte Abläufe oder ferngesteuerte Missionen im Vordergrund stehen.
Die wichtigsten Unterschiede im Überblick
Die Matrice 4E und die Matrice 4D sind die passenden Modelle für Vermessung, Mapping und Geodaten. Beide setzen auf eine 4/3 Zoll Weitwinkelkamera mit 20 Megapixeln und mechanischem Verschluss.
Die Matrice 4T und die Matrice 4TD sind die passenden Modelle für Thermografie, technische Inspektionen, Sicherheitsaufgaben und einsatzbezogene Anwendungen. Beide verfügen über Wärmebildtechnik und sind deutlich stärker auf Inspektion und operative Nutzung ausgerichtet.
Die D Modelle unterscheiden sich zusätzlich durch ihre stärkere Ausrichtung auf das DJI Dock 3, durch IP55 und durch längere Flugzeiten.
Welche Variante für welchen Einsatz sinnvoll ist
Für Vermessung, Kartierung, Photogrammetrie, Baufortschritt und Geodaten ist innerhalb der Serie vor allem die DJI Matrice 4E relevant. Wenn dieselbe Grundausrichtung in automatisierte oder ferngesteuerte Dock Abläufe überführt werden soll, ist die DJI Matrice 4D die passendere Wahl.
Für Thermografie, technische Inspektionen, Energieanlagen, BOS Einsätze, Sicherheitsaufgaben und Einsätze bei schwierigen Lichtverhältnissen ist die DJI Matrice 4T das passende Modell.
Wenn diese Aufgaben automatisiert über DJI Dock 3 abgebildet werden sollen, ist die DJI Matrice 4TD die dafür vorgesehene Variante.
Fazit
Die DJI Matrice 4 Serie lässt sich am besten verstehen, wenn die Modelle sauber getrennt betrachtet werden. Die Matrice 4E ist für Vermessung, Mapping und Geodaten gedacht. Die Matrice 4T ist auf Thermografie, Inspektion und einsatzbezogene Aufgaben ausgerichtet. Die Matrice 4D überträgt den Mapping Schwerpunkt in das Dock Umfeld, während die Matrice 4TD für automatisierte Thermal und Inspektionsaufgaben vorgesehen ist.
Wer die Unterschiede kennt, kann die Modelle besser nach ihrem tatsächlichen Einsatzzweck einordnen und vermeidet es, Vermessungs und Thermal Varianten miteinander zu vermischen.



