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Kanalinspektion mit Drohne

Begehbare Abwasserkanäle, Schächte und abwassertechnische Sonderbauwerke müssen regelmäßig geprüft werden. In vielen Fällen ist ein bemannter Einstieg mit erheblichem Aufwand verbunden. Freimessung, Sicherungsposten, persönliche Schutzausrüstung und die Abstimmung mit dem Betreiber gehören zum Mindeststandard. Nicht selten kommen Atemschutz, Rettungskonzepte und Verkehrssicherung hinzu.

Die Kanalinspektion mit Drohne schafft eine schnelle visuelle Grundlage, bevor aufwendigere Verfahren eingeplant werden. SaarDrones führt Drohneninspektionen in begehbaren Kanälen, Hauptsammlern, Kontrollschächten und Sonderbauwerken durch. Der Fokus liegt auf visueller Erstbewertung, Zustandsdokumentation und der Vorbereitung weiterführender Maßnahmen.

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Warum Drohneninspektion im Kanal

Für viele Kanalbauwerke fehlen aktuelle Zustandsinformationen. Gerade bei älteren Abwasserkanälen, Sonderbauwerken oder Schächten, die nur selten begangen werden, besteht oft Unsicherheit über den tatsächlichen baulichen Zustand.

Ein bemannter Einstieg ist nicht immer kurzfristig umsetzbar und erfordert je nach Bauwerk umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen. Die Kanalinspektion mit Drohne liefert in solchen Situationen eine belastbare visuelle Grundlage. Risse, Ablagerungen, korrodierte Flächen, sichtbare Feuchtebereiche, Wassereintritte oder fehlende Bauteile lassen sich per Drohne visuell erfassen und dokumentieren.

Die Drohneninspektion ersetzt nicht jede Form der Begehung oder messtechnischen Prüfung. Sie liefert aber eine Entscheidungsgrundlage, auf deren Basis Betreiber und Planer beurteilen können, welche weiteren Schritte sinnvoll sind. Gerade wenn unklar ist, in welchem Zustand sich ein Bauwerk befindet, kann eine Kanaldrohne den ersten Überblick schaffen, bevor Personal einsteigt.

Wo die Kanalinspektion mit Drohne zum Einsatz kommt

Die Drohneninspektion eignet sich nicht für jedes Kanalbauwerk. Ihre Stärken zeigt sie dort, wo klassische Verfahren an praktische Grenzen stoßen oder wo eine schnelle visuelle Beurteilung gebraucht wird.

Blick aus einem Schacht nach oben auf Stefan Schaffrath und Sven Szymanski bei der Vorbereitung einer technischen Inspektion im Kanalbauwerk
Drohnenaufnahme einer abgesicherten Schachtöffnung in einem innerstädtischen Bereich mit Einsatzkräften und Baustellensicherung

Begehbare Kanäle und Hauptsammler

In begehbaren Kanälen ab einem Querschnitt, der eine Befliegung zulässt, liefert die Kanaldrohne eine visuelle Dokumentation der Kanalwandung. Risse, Versätze, Abplatzungen, Bewuchs, Ablagerungen und Einbauten lassen sich im Bild erkennen und verorten. Besonders in oberen Wandzonen und Deckenbereichen, die beim klassischen Kamerafahrwagen oft nur eingeschränkt erfasst werden, zeigt die Drohne ihre Stärke. Bei langen Haltungen oder schwer zugänglichen Abschnitten kann die Befliegung den Inspektionsaufwand deutlich reduzieren.

Schächte und Kontrollschächte

Schächte werden häufig nur von oben beurteilt, weil ein bemannter Einstieg unverhältnismäßig aufwendig wäre. Die Drohne fliegt den Schacht gezielt ab und liefert Bilder und Videoaufnahmen aus verschiedenen Höhen und Blickwinkeln. So lassen sich Zustand und Ausstattung auch bei größerer Tiefe zuverlässig dokumentieren.

Abwassertechnische Sonderbauwerke

Sonderbauwerke wie Regenrückhaltebecken, Regenüberlaufbecken, Düker, Pumpwerksbereiche oder technische Kammern stellen besondere Anforderungen an die Inspektion. Sie sind oft schlecht zugänglich, baulich komplex oder nur unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen betretbar. Eine Drohneninspektion macht hier eine erste visuelle Zustandserfassung möglich, ohne den vollen Aufwand einer bemannten Begehung. Auch größere Leitungsbauwerke lassen sich auf diesem Weg visuell bewerten.

Ein angrenzendes Spezialthema ist die Inspektion von Faultürmen. Da Faultürme durch ihre Bauform, Atmosphäre und Zugangssituation eine eigene Einsatzkategorie darstellen, behandelt SaarDrones diesen Bereich auf einer eigenen Leistungsseite.

Industrielle Entwässerung und technische Infrastruktur

Auch außerhalb der kommunalen Abwasserwirtschaft gibt es Bedarf. Industriebetriebe mit eigenen Kanalsystemen, technische Infrastruktur auf Werksgeländen, Entwässerungsschächte oder Rückhaltebauwerke profitieren von einer visuellen Bestandsaufnahme per Drohne.

Welche Auffälligkeiten visuell dokumentiert werden können

Die Drohne erfasst Bauwerksoberflächen visuell und liefert hochauflösendes Bild und Videomaterial. Daraus lässt sich eine Reihe typischer Auffälligkeiten erkennen und dokumentieren.

Dazu gehören Risse und Abplatzungen an Wand und Deckenflächen, Korrosion an Beton, Bewehrung oder metallischen Einbauten sowie Ablagerungen und Bewuchs in verschiedenen Bauwerksbereichen. Sichtbare Feuchtebereiche, Wassereintritte und Ausspülungen lassen sich ebenso erfassen wie der Zustand von Einbauten, Anschlüssen und Durchdringungen. Auch offensichtliche Verformungen an der Bauwerksstruktur und fehlende oder beschädigte Bauteile werden im Bildmaterial dokumentiert.

Gerade in oberen Wandzonen und Deckenbereichen, die bei einer Begehung vom Boden aus nur schwer einsehbar sind, liefert die Drohne eine deutlich bessere Sicht.

Wichtig: Es handelt sich um eine visuelle Erfassung. Die Drohne liefert keine messtechnischen Daten zu Materialstärken, Tragfähigkeit oder Dichtheit. Was visuell nicht sichtbar ist, kann auch die Drohne nicht erfassen.

Drohne, Kamerafahrwagen oder bemannter Einstieg

Die Kanalinspektion mit Drohne ersetzt weder den klassischen Kamerafahrwagen noch die bemannte Begehung vollständig. Jedes Verfahren hat seinen Einsatzbereich.

Der Kamerafahrwagen ist das Standardverfahren für die Inspektion nicht begehbarer Kanäle. Er liefert die kodierten optischen Daten, die nach DIN EN 13508 Teil 2 in Verbindung mit DWA M 149 gefordert werden. In Kanälen mit kleinem Durchmesser bleibt er das passende Verfahren.

Die Drohne zeigt ihre Stärke dort, wo der Kamerafahrwagen an Grenzen stößt: in großen begehbaren Querschnitten, Schächten und Sonderbauwerken sowie bei der Inspektion oberer Wand und Deckenbereiche, die vom Boden aus nur eingeschränkt einsehbar sind.

Der bemannte Einstieg bleibt notwendig, wenn eine händische Prüfung, Beprobung, Reparatur oder messtechnische Bewertung erforderlich ist. Die Drohne kann eine visuelle Grundlage liefern, sie kann aber kein Material entnehmen, keine Oberflächen berühren und keine Messungen an der Struktur durchführen.

In der Praxis ergänzen sich die Verfahren oft. Eine Drohneninspektion im Kanal liefert den visuellen Überblick, auf dessen Grundlage der Betreiber entscheidet, ob ein bemannter Einstieg notwendig ist, welche Bereiche genauer geprüft werden müssen oder ob zusätzlich ein Kamerafahrwagen eingesetzt wird.

ISAS GmbH – Ingenieure für die Sanierung von Abwassersystemen

Mit dem Partner ISAS GmbH bieten wir bei Bedarf zusätzlich Ingenieurdienstleistungen rund um die Kanalsanierung und Inspektion an. ISAS arbeitet ausschließlich im Segment der Ingenieurberatung für die Sanierung, Instandhaltung und Optimierung bestehender Rohrleitungsnetze und Abwasseranlagen. Die Firma ISAS kennt alle modernen Erfassungs- und Sanierungstechniken und kann somit umfassend und systemneutral beraten.

Die eingesetzten Techniken im Bereich der Kanalsanierung entwickeln sich rasant. Deshalb ist ein spezialisierter, erfahrener Fachplaner zur Darstellung der optimalen Lösung mit den entsprechenden Partnern unerlässlich. 30 Jahre Erfahrung aus über 3000 erfolgreich abgewickelten Projekten auf dem Fachgebiet der Sanierung, Instandhaltung und Optimierung bestehender Rohrleitungsnetze und Abwasseranlagen zeichnen ISAS aus. Als Spezial-Ingenieurbüro kann ISAS seinen Auftraggebern ein breites Leistungsspektrum anbieten, von der Beratung über die Planung bis zur Generalunternehmung.

Die Unternehmensbereiche der Firma ISAS

       Dokumentation

  • Bestandserfassung

  • Zustandserfassung und -bewertung

  • Geoinformationssystem (GIS) / Kanalkataster

 

       Planung

  • Geschlossene Sanierung von Standardprofilen

  • Großprofile und Sonderbauwerke

  • Sanierung durch Erneuerung

  • Liegenschaften

  • Anschlussleitungen und Grundstücksentwässerungsanlagen (GEA)

  • Sonderprojekte

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logo ISAS GmbH – Ingenieure für die Sanierung von Abwassersystemen

Was die Drohne im Kanal leisten kann und wo die Grenzen liegen

Die Drohne eignet sich für die visuelle Erfassung von Wandungen, Decken, Einbauten und Anschlüssen. Sie dokumentiert Risse, Abplatzungen, Korrosion, Ablagerungen, Bewuchs, sichtbare Feuchtebereiche, Wassereintritte und offensichtliche Verformungen. Auch in schwer zugänglichen Bereichen liefert sie eine visuelle Ersteinschätzung und bereitet gezielte Folgeuntersuchungen vor. Gleichzeitig reduziert ihr Einsatz die Gefährdung, die mit einem bemannten Einstieg verbunden sein kann.

Die Grenzen sind dort erreicht, wo eine kodierte optische Inspektion oder normgerechte Zustandsklassifizierung gefordert ist. Die Drohne kann keine Materialstärken, Tragfähigkeit oder Dichtheit messtechnisch prüfen. Sie kann keine Oberflächen berühren, kein Material entnehmen und liefert bei starkem Dampf, Nebel, hoher Feuchte oder Staub keine zuverlässigen Ergebnisse. In vollständig wasserführenden oder überstauten Bereichen ist eine Befliegung nicht möglich.

Wer eine Kanalinspektion mit Drohne plant, sollte diese Einschränkungen von Anfang an kennen. Die Drohne liefert eine solide visuelle Grundlage für fundierte Entscheidungen, aber keine vollständige Zustandsbewertung im Sinne eines normierten Verfahrens.

Für wen sich eine Kanalinspektion mit Drohne lohnt

Die Kanalinspektion mit Drohne richtet sich an Kommunen und Abwasserbetriebe, die den Zustand ihrer begehbaren Kanalinfrastruktur visuell prüfen wollen, bevor ein bemannter Einstieg geplant wird. Ebenso an Ingenieurbüros, die im Rahmen einer Sanierungsplanung oder Zustandsbewertung eine aktuelle visuelle Grundlage brauchen.

Betreiber technischer Infrastruktur, die Sonderbauwerke, Schächte oder Rückhaltebauwerke regelmäßig kontrollieren müssen, gehören genauso zur Zielgruppe wie Industrieunternehmen mit eigenen Entwässerungssystemen, die eine schnelle visuelle Bestandsaufnahme benötigen.

In all diesen Fällen kann die Drohneninspektion im Abwasserkanal den ersten Schritt ersetzen oder gezielt vorbereiten, was sonst mit deutlich mehr Aufwand, Zeit und Kosten verbunden wäre.

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Sie planen die Inspektion eines Kanals, Schachts oder Sonderbauwerks und möchten wissen, ob eine Drohneninspektion für Ihr Bauwerk geeignet ist? Sprechen Sie uns an. Wir klären gemeinsam, was möglich ist, was sinnvoll ist und wie ein Einsatz bei Ihnen aussehen kann.

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FAQ

So läuft eine Kanalinspektion mit Drohne bei SaarDrones ab

Jeder Einsatz beginnt mit einer Abstimmung. Welches Bauwerk soll inspiziert werden, welche Informationen liegen bereits vor, wie sieht die Zugangssituation aus und welche Fragestellung steht dahinter?

Auf dieser Basis plant SaarDrones den Einsatz, klärt die Sicherheitsanforderungen und bereitet die Technik vor. Vor Ort wird der Zugang gesichert, die Drohne eingesetzt und das Bauwerk systematisch abgeflogen.

Die Ergebnisse werden als hochauflösende Bild und Videodokumentation aufbereitet. Je nach Auftrag enthält die Dokumentation eine Zuordnung der Aufnahmen zu den jeweiligen Bauwerksbereichen, Hinweise auf erkennbare Auffälligkeiten und eine Einordnung der visuellen Befunde.

SaarDrones liefert keine kodierte optische Inspektion und keine Zustandsklassifizierung nach DIN EN 13508 Teil 2 in Verbindung mit DWA M 149, sondern eine fundierte visuelle Bestandsaufnahme als Arbeitsgrundlage für Betreiber, Planer und Ingenieurbüros.

Drohnen Innenaufnahme eines begehbaren Abwasserkanals mit einströmendem Wasser und sichtbaren Einläufen bei einer Kanalinspektion
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